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28. Mai 1845: Gründung der Bordesholmer Spar- und Leihkasse

Auf der Versammlung des landwirtschaftlichen Vereins Bordesholm wurde unter der Leitung des Vorsitzenden Dr. Ernst Bruun von Neergaard durch 87 anwesende, überwiegend Landwirte und einige Handwerker, Lehrer und andere Mitbürger aus ca. 30 Orten des Amtsbezirkes Bordesholm, Kiel und Cronshagen die Sparkasse gegründet.

Der rhetorisch versierte Bruuns von Neergard stellte noch einmal die Notwendigkeit einer Sparkasse in den Mittelpunkt der Gründungsversammlung. In der noch vollends landwirtschaftlich geprägten Wirtschaft und der von der Erntesaison abhängigen Bevölkerung sollten Anreize gegeben werden, von dem im Sommer verdienten Lohn einen Teil für den Winter zurückzulegen. Als Belohnung für dieses vorausschauende Verhalten sollte es eine Belohnung in Form von Zinsen geben. So konnte das, wenn auch kleine, Vermögen wachsen und die Sparer waren im Winter mit einem Notgroschen ausgestattet und mussten nicht auf die Armenkassen zurückgreifen.

1888: Erster Angestellter

Mit dem Landwirt August Heesch aus Bissee stellte die Bordesholmer Sparkasse ihren ersten festangestellten Sekretär ein. Er stellte seinem Arbeitgeber Räumlichkeiten im eigenen Haus zur Verfügung.

1920: Erste Zweigstelle eröffnet

Die erste Zweigstelle der Bordesholmer Spar- und Leihkasse eröffnet in Großflintbek-Voorde.

1923: Gründung der
Hauptzweigstelle in Kiel

Trotz der dramatischen wirtschaftlichen Entwicklungen wurden dank einer Neugründung wichtige Weichen für die Bordesholmer Sparkasse gestellt. Unter dem Namen „Landessparbank“ wurde in Kiel eine Zweigstelle eröffnet. Die Eröffnung der Filiale am Sophienblatt 48a war zwar einerseits ungewöhnlich, andererseits zeigt sie die bis heute noch bestehende Verbindung zwischen der Bordesholmer Sparkasse und dem Schlachtergewerbe.

Landwirte und Händler aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse belieferten ihre Kunden in Kiel. Am liebsten war den Lieferanten natürlich Bargeld, doch dies war nicht immer möglich. Daher verlangten sie von ihren Kunden, das Geld bei einer vertrauenswürdigen Kasse zu hinterlegen – der Bordesholmer Sparkasse. So eröffneten die Geschäftsstelle Sophienblatt 48a und die Nebenzweigstelle auf dem Kieler Schlachthof.

Juni 1948: Währungsreform

Erst 25 Jahre nach der Inflation war im Juni 1948 eine erneute Währungsreform notwendig. Mit drastischen Folgen für die Bordeshomer Sparkasse: Aus 41,5 Millionen Mark Einlagen in Reichsmark wurden 2,2 Millionen Deutsche Mark. Erneut musste das tief erschütterte Vertrauen der Sparer nach den Jahren der Entbehrungen wiederhergestellt werden. Der Wille zum Sparen war vergleichsweise gering. Dennoch: Die Entwicklung des Einlagengeschäfts hatte großen Einfluss auf den Aufbau des Kreditgeschäfts. Die zunächst zur Verfügung stehenden Mittel reichten bei Weitem nicht aus, um allen Kreditwünschen nachzukommen. Die vorsichtige und zurückhaltende Kreditpolitik der Bordesholmer Sparkasse erwies sich als richtiger Schritt, angesichts der unübersichtlichen Wirtschaftslage.

1983/84: Investitionen in Bordesholm

Im Jahr 1983 wurde am Neu- und Erweiterungsbau der Hauptstelle unter Hinzunahme der Grundstücke Bahnhofstraße 45 und 47 gearbeitet. Es entstand eine moderne Hauptstelle, die für Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen attraktiv war und bis heute ist.

Für rund 750.000 Mark schuf die Sparkasse in Bordesholm einen großen, öffentlichen Parkplatz.

1995: Die Bank zu Hause – Start des Online-Bankings

Im Jahr 1995 wurde das Online-Banking via Bildschirmtext, kurz BTX, eingeführt.

Technisch beruhte das erste Online-Banking auf einem Login mit Nutzernamen und Kennwort (mindestens 10 Stellen) sowie einer Liste mit „Geldtransaktionsnummern“, die jeweils für eine Überweisung eingegeben wurden und danach ungültig waren – dem heutigen System also gar nicht unähnlich.

1999 und 2002: Die Einführung des Euro

Zum 1. Januar 1999 wird als gemeinsame Währung in elf Mitgliedsstaaten der Europäischen Union der Euro zunächst als Buchgeld eingeführt. Drei Jahre später wird die neue Währung als Bargeld eingeführt und löst die Deutsche Mark als Zahlungsmittel ab. Die Umstellung aller Deutsche Mark-Konten in Euro erfolgt automatisch. Knapp 100.000 Tonnen Deutsche Mark-Münzen werden aus dem Verkehr gezogen.

6. September 2006: Umwandlung in eine Aktiengesellschaft

Nachdem die Mitglieder im Oktober des vergangenen Jahres einstimmig den Auftrag erteilt hatten, wurde die Ausgliederung des Bankgeschäftes auf eine Aktiengesellschaft am 7. September 2006 vollzogen.

Ab 2018: Weil wir hier zu Hause sind.

Die Umgestaltung der Filialen zum Nachbarschaftstreff beginnt. Damit füllt die Bordesholmer Sparkasse ihren Slogan „Weil wir hier zu Hause sind!“ mit Leben.

23. Juli 1845: Erste Kassenstunde

Mit Spannung fand gut zwei Monate nach Gründung die erste Kassenstunde statt. Wie in den Statuten festgeschrieben, war sie als Sitzung des Direktoriums abzuhalten. Der Erfolg war überwältigend: Es kamen mehr Sparwillige als erwartet. Bei Kassenschluss waren rund 1.150 Mark Courant und 11 1/2 Schilling als Kassenbestand vermerkt.

1918: Kauf der ersten Geschäftsräume

Über Jahrzehnte verfügte die Bordesholmer Spar- und Leihkasse über keine eigenen Geschäftsräume. Sekretär und Kassierer arbeiteten im „Homeoffice“. Daraus ergaben sich erhebliche Sicherheitsprobleme. Mit dem Kauf des Hauses am Bahnhof, später Bahnhofstraße 43 und damit Teil des heutigen Hauptstellenareals, änderte sich das. Der angestellte Geschäftsführer August Heesch verkaufte Grundstück und dazugehörige Villa, in der schon seit mehr als 30 Jahren die Geschäfte abgewickelt worden sind, an die Sparkasse.

1923: Hyperinflation

Mit dem verlorenen Krieg und der Inflation von 1923 folgte die wirtschaftliche Katastrophe für die Bordesholmer Sparkasse. Innerhalb weniger Wochen stand sie dort, wo sie bei ihrer Gründung vor fast 80 Jahren begonnen hatte. Das eigene Vermögen in Höhe von fast einer Million Mark war, wie das Geld ihrer Kunden, nahezu über Nacht verschwunden. Nur mit Mühe konnte der Spargedanke der Bevölkerung wiederbelebt werden. Es sollte fast 10 Jahre dauern bis die Einlagen den Stand von 1884 erreichen sollten.

 

Übrigens: Der größte Geldschein war die 100-Billion-Note. Ende September 1923 kostet ein Pfund Roggenbrot 3.000.000 Mark.

1939: Übernahme von Teilen der Kreissparkasse Rendsburg

Unmittelbar vor Kriegsbeginn kam es zu der staatlichen Anordnung, dass die Bordesholmer Sparkasse Teile der aufgelösten Kreissparkasse Rendsburg übernahm. Die Übernahme umfasste die Hauptzweigstelle in Bordesholm sowie zahlreiche Nebenzweigstellen.

1950 bis 1982: Zeit der Innovationen und Investitionen

Die folgenden Jahre waren von Aufschwung und dem wieder erstarkenden Sparsinn geprägt.

Es folgten technische Innovationen: 1959 wurde der erste Nachttresor installiert. Und auch das Zweigstellennetz wurde stetig ausgebaut. Diverse Um- und Ausbauten der Hauptstelle Bahnhofstraße 43 (1952 und 1962), Ausbau des damaligen Parkplatzes vor der Hauptstelle und die Einweihung des siebenstöckigen, repräsentativen Gebäudes mit Kassenraum gegenüber des Kieler Hauptbahnhofs.

1990: Synergien bündeln.

Im Jahr 1990 fusionierte die Bordesholmer Sparkasse mit der Sparkasse St. Margarethen-Wacken. Damit ließen sich zahlreiche Synergien nutzen.

1995: Erfolgreich sein – Gutes tun

Bei allem Streben nach Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit gab die Bordesholmer Sparkasse ihren gemeinnützigen Gründungsgedanken nie auf. Mit Gründung der “Stiftung der Spar- und Leihkasse der früheren Ämter Bordesholm, Kiel und Cronshagen” setzt sie sich bis heute für Kultur, Umwelt und Soziales in ihrem Geschäftsgebiet ein.

2001/2002: Weitere Umbaumaßnahmen

Um den steigenden Anforderungen der Kunden an zeitgemäßes Banking gerecht zu werden, werden umfangreiche Umbaumaßnahmen in der Kundenhalle in der Hauptstelle durchgeführt. Für eine verbesserte Zugänglichkeit wird der Eingang verlegt.

Ab 2016: Persönlich. Nah. Erreichbar.

Die strategische Neuausrichtung mit dem Ziel, noch persönlicher und näher an den Menschen der Region zu sein, startet. Begonnen wurde mit der Wiedereinführung der direkten telefonischen Erreichbarkeit aller Berater, neuen und zeitgerechten Kontomodellen mit maximaler Kostentransparenz und der Einführung umfangreicher Entscheidungskompetenzen direkt vor Ort.